Geiste und Liköre der Sülfelder Manufaktur

Sie werden von der handgemachten Qualität unserer Destillate begeistert sein, die alle schonend gebrannt werden, so dass sich z.B. die Traubenkirsche durch besonders ausgeprägte Fruchtaromen auszeichnet.

Die Brände sind als Editionen zu verstehen, d.h. sie sind nur in limitierter Auflage zu erhalten, was eine hohe Exklusivität der Produkte gegenüber günstiger Massenware gewährleistet.

Auch hier haben wir uns zu den einzelnen Fruchtarten und den daraus resultierenden Likören eine besondere Brenntechnik und Brennabfolge ausgedacht. Wie die einzelnen Brände und Liköre bearbeitet werden kann man aus den Produktbeschreibungen ersehen.

Bärheidenkräuter

In diesem Likör sind 20 verschiedene Kräuter enthalten, mit einem leichten Anisunterton. Die Kräutermischung wird auf unserer Geistblase analog unseres Likörs Mythen hergestellt. Mit 80 g Zucker pro Liter, sodass die Kräuternote sehr gut hervortritt. Der Likör hat wenig Bitterstoffe und enthält 38%.

Dröge Plum

Dröge PlumUnser Pflaumenbrand mit seinen 34% ist besonders sanft am Gaumen und schmeckt ausgesprochen fruchtintensiv. Sie bemerken die Sorgfalt der schonenden Mazeration, hier werden die Backpflaumen ca. 3-4 Wochen auf Alkohol gelegt, dann werden die Pflaumen abgepresst. Der dann entstehende Trester wird destilliert (es entsteht ein sehr starkes Dörrpflaumenaroma). Die Pflaumen sind jetzt zu Mus gekocht, so dass die Aromen die im Mus vorhanden sind mit erneuter Alkoholzugabe und sehr langsamer Destillation freigesetzt werden. Der Mazerationssaft, der Pflaumentresterbrand und der „Pflaumenmusbrand“ werden zusammengemischt und mit Zucker versetzt ergeben sie den unverkennbaren Geschmack der Dröge Plum. Die Dröge Plum ist mit ihren 34% vom Alkoholgehalt ein echtes Leichtgewicht, im Geschmack ist uns das Pflaumenaroma aber sehr gut gelungen.

Emma Peal

Emma Peal ist ein Orangen-Bitterlikör der mit einer leichten Kräuternote und 40% aufwartet. Die Orangenschalen werden hierzu ca. ein halbes Jahr auf die Maische gelegt und dann abgepresst. Hierbei wird erreicht, dass alle Bitterstoffe aus den Schalen ausgelaugt werden. Die abgepressten Schalen (Trester) werden in die Brennblase geschüttet, hinzu kommen Orangenschalen, die vorher eine Woche auf Alkohol gelegt wurden. Der Sinn ist, aus der zweiten Charge nur den reinen Orangengeschmack zu mazerieren. Es entsteht ein Destillat, dass sowohl die Orangenaromen und die Bitterorangenaromen aus dem Trester vereint. Aus zwanzig Kräuteringredienzien stellen wir den Kräutergeist her, der das typische leichte Kräuteraroma in diesen (Herren-) Likör bringt. Dominierend sind aber die Bitterorangenaromen.

Hollergeist

Der Holundergeist besteht aus zwei Komponenten, einmal den gesammelten und getrockneten Blüten und den reifen Früchten. Bei den Früchten sortieren wir die überreifen und nicht reifen Beeren heraus. Dies geschieht in aufwändiger Handarbeit. Es entsteht ein vorzügliches Destillat mit 40%.

Mandeltraum

Unseren Amaretto bezeichnen wir als Mandeltraum. Er enthält 30 Volumenprozente.
Basis für diesen Likör ist der mandeltonhaltige Traubenkirschengeist. Ein paar andere Ingredienzien wie zum Beispiel Bittermandel und Vanille runden diesen Likör ab. Wer es liebt trinkt seinen Espresso mit einem Schuss Mandeltraum. Hier wird unser Mandeltraum wirklich zum Traum.

Mythen

Die Kräutermischung wird nach unserem Gusto zusammengestellt und hat 38%. Die Kräuter werden ca. 10 Minuten in der Blase mit Wasser erhitzt. Dann wird das Gemisch („Tee“) leicht abgekühlt und mit Alkohol versetzt. Die Blase wird jetzt geschlossen und langsam befeuert, damit das Phlegma (Alkoholrückfluss in die Maische) erfolgen kann. Es entsteht der typische klare, gesunde Kräutergeist. Nach dem Essen ist diese Kräutermischung nicht nur schmackhaft sondern auch verdauungsfördernd. Mit wenig Zucker versetzt kommen die Kräuteraromen voll zur Geltung. Der Kräuterlikör hat wenig Bitterstoffe, so dass er der Zunge schmeichelt. Analog dazu werden die Bärheidenkräuter von uns hergestellt. Der einzige Unterschied besteht in einer anderen Kräuterzusammensetzung. Hier dominiert ein leichter Aniston und -geschmack.

Traubenkirschengeist Selection und Sekunda

TraubenkirscheIn unserem Naturraum wachsen an Feldrändern und Brachflächen Traubenkirschen. Die Traubenkirsche hat schon als Blüte den natürlichen Mandelgeruch- und -geschmack. Diesen Geschmack gibt sie in der Frucht weiter. Wir mazerieren die Traubenkirsche ca. 8 bis 10 Tage, wobei das Fruchtfleisch leicht angerätzt wird, damit die Kerne nicht freiligen. Danach wird die Traubenkirsche destilliert und wir leiten den ersten Brand von 95 bis 85 Volumenprozent in einen separaten Behälter, der Rest läuft dann von 85 bis 40 Volumenprozent in einen weiteren Behälter. Der erste Brand, unser Selectiongeist, hat das typische Kirscharoma mit einem Mandelton. Bei dem zweiten Brand, der Traubenkirsche Sekunda, ist das Kirscharoma verloren gegangen und der Mandelton überwiegt. Um die Geschmacksvielfalt dieser Destillate zu erhalten haben wir die Traubenkirschengeiste mit 45% angesetzt. Das wir mit dieser Philosophie richtig liegen hat uns die Verleihung des Preises „Kulinarischer Botschafter Niedersachsens“ für die Traubenkirsche Sekunda gezeigt. Darauf sind wir sehr stolz.

Vogelbeere

Die Vogelbeere wird aus unserem Naturraum gepflückt und dann von den Rispen befreit. Dies geschieht in Handarbeit, wobei die unreifen und überreifen Beeren aussortiert werden. Ferner werden alle Stängel und Blätter entfernt. Die Früchte werden gewaschen, getrocknet und eingefroren. Um die Haut der Beeren zu beschädigen werden die Beeren angetaut und in unserem Schneidrührwerk angerätzt. Hierbei ist gewährleistet, dass der Kern der noch gefroren ist, nicht beschädigt wird, um keinen unangenehmen Mandelton zu bekommen. Die Vogelbeere mit ihren 40% zeichnet sich durch ihren typischen Geschmack aus, ohne den erdigen und bitteren Geschmack von überreifen oder faulen Beeren oder Strunken.